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Tourismus in Spanien  
 

Spanien ist ein Land geographischer und kultureller Vielfältigkeit und hat sehr viel zu bieten. Die Strände am südlichen und nordwestlichen Mittelmeer ziehen Sonnenanbeter an, aber immer mehr Touristen entdecken die Faszinationen des ursprünglichen und schönen Spaniens fernab der Strände. Es gibt eine enorme Vielfalt von Landschaften in Spanien: Wälder, Salz-Sümpfe, felsige Buchten, Berge, mittelalterliche Städte, Flüsse und Gebirgsketten; es gibt auch Schlösser, Paläste und andere Erinnerungen der reichen Geschichte Spaniens.

Madrid
Die Hauptstadt Spaniens befindet sich im geographischen Zentrum des Landes, von wo die gesamte Infrastruktur ausgeht. Madrid hat großartige Kunstgalerien, Museen, wundervolle Plätze und einen prächtigen königlichen Palast. Die Atmosphäre auf den Straßen und die verschiedenen Freizeitmöglichkeiten sind bedeutende Attraktionen der Stadt. Die autonome Gemeinschaft Madrids bietet Landschaften, wie die Guadarrama Berge, wo Touristen das Kloster von El Escorial, eines der eindrucksvollsten Denkmäler des Landes, und historische Städte wie Aranjuez und Chinchón in der südlichen Zone besuchen können. Historischen Quellen zufolge war es der moslemische Führer Muhammad ben Abd al Rahman, der die erste Befestigung neben dem Manzanares Fluss errichtete. Magerit, wie aus diesem Grunde die arabische Stadt genannt wurde, war von 1083 bis 1086 die Stadt unter der Gewalt von Alfonso VI von Castile. Das Herz Madrids ist erfüllt von Geschichte und interessanten Plätzen. Die Plaza Mayor (Hauptplatz), die als Szene sämtlicher Feste dient, ist Zeugin von Urteilen und Durchführungen der Inquisition. Dieser Platz ist mit seinen Portalen das Juwel des alten Teils Madrids und das interessanteste Beispiel architektonischer Zeiten des Hauses von Habsburg. Andere fantastische Gebäude sind "Colegiata San Isidros" und der Palast von Santa Cruz. Bei Madrids Nachtleben ist für jeden etwas dabei. Nachtbars mit "tapas", Restaurants, Clubs, Kinos und Theater. Auch die musikalisch Aktivität ist wichtig, von klassischer Musik und Zarzuela bis hin zu Jazz oder Rockmusik.

Barcelona
Barcelona, einer der aktivsten Häfen des Mittelmeeres, ist etwas mehr als die Hauptstadt Kataloniens. Die Stadt des intensiven kulturellen Lebens hat auch einiges für die Freizeit zu bieten und hat infolge der olympischen Spiele von 1992 bedeutende Umwandlungen vollzogen, die noch mehr Besucher anlocken. Zusätzlich zu den historischen Denkmälern im ältesten Teil der Stadt (Ciutat Vella) ist Barcelona durch seine Gebäude international bekannt - eine künstlerische Explosion des Modernismus in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Als Hafenstadt, neben der französischen Grenze, ist Barcelona immer offen für die Einflüsse des Auslands und bietet kontinuierliche Kreativitätsbeispiele: Plätze, um die Freizeit dort zu verbringen, und ausgezeichnete Parks, die mehr mit modernem Design zu tun haben, als mit Tradition.

Costa del Sol
Die Costa del Sol dehnt sich fast über die ganze Mittelmeerküste Andalusiens aus. Aufgrund seiner guten Strände und bunten Städte, ist dieser Küstenabschnitt eines der Hauptreiseziele Spaniens. Die Hauptstadt der Costa del Sol ist Malaga, nur wenige Kilometer von Marbella und Torremolinos entfernt. Zwei der Städte, die man auf jeden Fall besuchen sollte, sind Nerja und Ronde. Nerja wird aufgrund des scharfkantigen Reliefs und der großartigen Aussicht auf das Mittelmeer auch als der "Balkon Europas" bezeichnet und bietet außerdem sehr gut erhaltene prähstorische Höhlen. Ronda befindet sich auf zwei durch eine tiefe Schlucht geteilte Hügeln, die von mehreren Brücken und einer 1761 errichteten Bogenstruktur von 90 Metern Höhe verbunden wird. Andere beliebte Zielorte sind Calahonda, Torre del Maz, El Palo, Fuengirola, San Pedro de Alcántara und Estepona.

Balearische Inseln
Ibiza, Mallorca, Menorca und Formentera, gelegen neben der kleinen Insel Cabrera, formen die Balearischen Inseln, eine vor der Valenzianischen Küste gelegene Inselgruppe. Aufgrund des fantastischen Wetters und der wunderbaren Strände gelten diese Inseln als eines der populärsten Reiseziele Spaniens. Mallorca ist die größte Insel der Balearen und auch die mit den meisten Sehenswürdigkeiten. Außer den Erholungsorten um die Hauptstadt Palma, findet man die meisten Attraktionen an der östlichen Küste. Menorca ist die zweit größte Insel des Inselmeeres und befindet sich 40 km nördöstlich von Mallorca. Die Hauptstadt der Insel heißt Mahón und liegt an der östlichen Küste. Die wichtigsten Denkmäler der Stadt sind das Consistorial Haus, die Kirche von Santa Maria und die Kirche San Francisco. Ciudadela war einst die Hauptstadt der Insel; dort kann man die mittelalterliche Kathedrale und mehrere Paläste sowie Kirchen besichtigen. Ibiza ist die dritte Insel der Inselgruppe und eines der populärsten Reiseziele, besonders für junge Leute, die wegen des attraktiven Nachtlebens kommen. Dennoch konnte die Insel immer noch ihre traditionelle Atmosphäre bewahren. Zusätzlich zu den riesigen Sandstränden, die im Süden der Hauptstadt gelegen sind, wird die Landschaft von Ibiza durch Kiefer-Waldungen und Obstgärten dominiert.

Santiago de Compostela
Der Weg nach Santiago de Compostela, in 1993 zu einem Weltkulturerbe benannt, setzt sich aus einer Reihe von Straßen durch Frankreich und Spanien zusammen, die in dieser Stadt zusammenliefen; der Weg wurde im Mittelalter jedes Jahr von Tausenden von Pilgern bereist. Um die Plaza do Obradoiro haben Touristen die Möglichkeit erstaunliche historische Gebäude zu sehen. Der lokale Granit macht die Gebäude der verschiedensten Epochen zu einer harmonischen Einheit von architektonischen Stilen. Santiago ist für die schmale Straßen bekannt, welche die Kathedrale umgeben und dem historischen Zentrum einen mittelalterlichen Charme verleihen.
Andere Sehenswürdigkeiten, die man besuchen sollte, sind das Kloster Santo Domingo de Bonaval, das ein Museum der Galizischen Ethnographie beherbergt und die Colegiata des Sar, eine Romanische Kirche des 12. Jahrhunderts.


Toledo
Das historische Zentrum von Toledo befindet sich auf einem zerklüfteten Vorgebirge, das auf drei Seiten durch den Tagus Fluss abgetragen wurde. Ihre felsige Seite ist durchkreuzt von schmalen, krummen Straßen, mit steilen Steigungen und rauen Oberflächen. Die Römer bauten einst eine Festung auf dem Platz, auf dem sich jetzt der Palast erhebt. Im 6. Jahrhundert bauten die Westgoten ihre Hauptstadt in Toledo auf. Im Mittelalter war diese Stadt Beispiel der Koexistenz der jüdischen, christlichen und moslemischen Kulturen. Von dieser Zeit an wird der Anfang des Aufbaus vom größten Teil des Denkmales, ihrer Kathedrale, gezählt. Im 16. Jahrhundert ließ sich El Greco in Toledo nieder. Viele der Arbeiten sind noch immer erhalten.

Salamanca
Als eine wichtige iberische Ansiedlung wurde es vom karthagischen General Hannibal in 217 v. Chr. verwüstet. Salamanca gilt als Wiege hervorragender Künstler wie Alberto Churriguera. Eine seiner wundervollsten Arbeiten ist die Plaza Mayor. Hervorragend erhaltene architektonische und historische Markenzeichen Salamancas sind die alte Romanische Kathedrale und die neue Kathedrale. Auch die Universität von Salamanca, eine der ältesten und wichtigsten in Europa, wurde von Alfonso IX von Leon in 1218 gegründet. Das Klassenzimmer von Fray Luis von León in dem er seine Theologiestunden abhielt, ist immer noch erhalten. Das Gebäude "Escuelas Menores" präsentiert eine enorme Freskenmalerei des Zodiac, die "Der Himmel von Salamanca" genannt wird.


Sevilla
Die andalusische Landschaft verbindet Berge, Strände, Weinberge, Olivenfelder, Orangen- und Zitronenbäume miteinander, inmitten von Städten mit Häusern mit den berühmten andalusischen Innenhöfen. Die Hauptstadt ist Sevilla, eine der Hauptstädte Spaniens. Einer von Sevillas Berühmtheiten ist Don Juan de Carmen. Die Kathedrale von Santa María ist ein großes Gebäude im gotischen Stils, mit einer großartigen Kunstsammlung. Dort werden auch die sterblichen Überreste von Cristopher Columbus und San Fernando aufbewahrt. Unter den Denkmälern der Stadt heben sich die Giralda, der Alcázar Palast (ein maurisches Gebäude) und der Torre de Oro hervor. Im Jahre 1847 wurde das Fest im April, ein jährliches Fest nach Ostern, gegründet, als die Sevillanischen Frauen ihre besten Kleider trugen und jeder die Nacht mit Essen, Trinken und Sevillanas Tanzen verbringt. Die Fest im April und Ostern sind die wichtigsten Feiern der Stadt. Touristen, die Sevilla in dieser Zeit besuchen wollen, müssen früh genug buchen.

Cordoba
Cordoba ist eine andere andalusische Stadt, in der mehrere maurische Relikte des Reiches gefunden werden können. Unter ihnen die sensationellste Moschee Spaniens, im 8. Jahrhundert errichtet und so wundervoll, dass es eine von den wenigen arabischen Arbeiten war, die während der katholischen Reconquista (Wiedereroberung) nicht zerstört wurden. Das Herz von Cordoba ist die alte "judería" im Nordwesten der hohen Wände der Moschee. Cordoba bleibt eine typisch maurische Stadt mit schmalen (zu schmal für Autos), krummen Straßen, besonders im älteren Teil des Zentrums und im Westen. Die Schmiedarbeiten schmücken die aus Stein gemachten Straßen. Während sich hier die Synagoge und der größte Teil der ältesten Denkmäler befinden, spielt sich das moderne Leben um die Plaza de las Tendillas ab, in deren Nähe auch der Corredera Platz liegt, der am Ende des 17. Jahrhunderts errichtet wurde.

Granada
Granada war die Endfestung der Mauren in Spanien. Hier steht der berühmte maurische Palast: die Alhambra. Seine Schönheit wird durch den populären Ausdruck zusammengefügt: "es gibt kein größeres Unglück, als in Granada blind zu sein". Der Palast wird durch die exquisiten Gärten des Generalife mit zahlreichen Springbrunnen umgeben. Die Wasserqualität dieser Brunnen ist so gut, das es auch an den heißen Tagen des Sommers dazu dient, sich zu erfrischen. Die großartige Kathedrale von Granada enthält die Gräber des Katholischen Herrschers, Ferdinand II von Aragon und Isabella I von Castile. Im Nordosten der Stadt befindet sich das Albaicín Viertel, der älteste Teil von Granada, mit seinen schmalen mit Kopfsteinen gepflasterten Straßen und "Cármenes" (Maurischartige Häuser). Auch sehr bekannt sind die Höhlen von Sacromonte. Die Sierra Nevada wird durch die Mulden der Ebene von Granada zum Nordwesten hin deutlich definiert. Dort ist auch die Mulhacén-Spitze (3,481 Meter); der höchste Gipfel und der höchste Punkt der iberischen Halbinsel. Das Gebiet bietet die einzigartige Gelegenheit im Winter Wintersport zu betreiben und während des Sommers Wassersport an den Stränden.

 
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